Datenjournalismus: Eine neue Rolle der Medien

Die Rolle der Medien hat sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Und auch wenn ein Idealzustand, in dem Medien unterhaltsam informierten und für allgemeine Transparenz sorgten, vielleicht niemals Realität war, so ist doch festzustellen, dass Medien gesellschaftlich schon mal mehr Glaubwürdigkeit und Gewicht hatten. Ein Grund dafür mag auch sein, dass die PR-Abteilungen von Politik und Unternehmen professioneller wurden und Geschichten besser zu steuern lernten – während gleichzeitig der ökonomische Druck auf die Medien immer stärker wurde und immer weniger Journalisten ein immer größer werdendes Pensum zu bewältigen hatten. Datenjournalismus wird diese Problematik nicht lösen. Aber er könnte doch eine Möglichkeit sein, diesen Kreislauf aufzubrechen. Denn in Daten liegen mitunter Geschichten, die bisher schwer zugänglich waren und die zumindest schwerer gesteuert werden können. Medien kommt also eine alte, neue Aufgabe zu, die ihre Position stärken kann und dafür sorgt, dass Konsumenten, Bürger, NGOs, Politiker und Unternehmen künftig mit besseren Quellen und Informationen arbeiten können. Es geht darum, aus Daten brauchbare Information zu destillieren – diese zu interpretieren und zu kommentieren.

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