Exploring the Future

17 09 2014

Mobilize / Get Mobilized

Nie zuvor war es einfacher, Millionen und Abermillionen Menschen mit Kampagnenbotschaften zu erreichen. Für eine Online-Kampagne benötigt man vergleichsweise wenig Budget. Auf der technischen Ebene braucht es tatsächlich nicht viel mehr als einen Internetanschluss, um zu mobilisieren bzw. selbst Teil einer derart mobilisierten Menschenmenge zu werden. Wer selbst schon mal versucht hat, Gleichgesinnte zu finden, die ein Anliegen unterstützen, weiß wie schwierig das in der Praxis ist. Noch schwieriger ist es, wenn der „Call to action“ auf etwas abzielt, das weiter entfernt ist als einen Mouseclick. Das nächste twenty.twenty geht der Frage nach, wie sich der „Kampagnenraum Internet“ in den nächsten Jahren entwickeln wird und welche Mobilisierungsstrategien erfolgversprechend sind.

Die Keynote wird die Kulturwissenschaftlerin und Design Thinkerin Kathleen Ziemann vom betterplace lab halten. Das betterplace lab erforscht digitale Innovationen, damit Menschen, Organisationen und Unternehmen, die im sozialen Sektor arbeiten, noch mehr Gutes bewirken können. Das betterplace lab hat unter anderem den Leitfaden „Internet für NGOs“ herausgegeben.

“Mobilize / Get mobilized” findet am 17. September 2014 im Impact HUB Vienna statt und beginnt wie gewohnt um 18.30.

18:30 - 19:00 Einlass & Empfang

19:00 - 19:15 Begrüßung & Vision: "Mobilize / Get Mobilized"

19:15 - 19:45 Keynote mit anschließender Fragerunde

19:45 - 21:00 Offene Diskussion

21:00 - 22:00 Get together und kulinarische Zukunftsschmankerl

Michael Hafner: Mobilisierung – Faulheit siegt

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“Faulheit siegt. Es darf dem User nicht zu schwer gemacht werden, und es darf nicht von ihm verlangt werden, sich zu exponieren. Das ist vielleicht ein bisschen gegen die Intuition, aber der größte Konsens findet sich nicht dort, wo die meisten zustimmen, sondern wo die wenigsten dagegen sein können.” 

Das ist das Fazit von Michael Hafners Beitrag zur twenty.twenty Blogparade zum Thema Online-Mobilisierung. Wer nicht zu faul ist, liest den gesamten Text.

Nachbericht: Der Faktor Mensch bei digitalen Kampagnen

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Kathleen ZiemannDas Internet wird von Einzelpersonen, NGOs und auch Unternehmen zur Mobilisierung für ihre Anliegen genutzt. Täglich werden die Menschen im Netz mit einer Unzahl an Mitmach-Aufforderungen konfrontiert. Ob sie ihnen folgen, hängt von so vielen Faktoren ab, dass sich kein einfaches Kochrezept für Kampagnen entwickeln lässt. In der 20. Ausgabe der Diskussionsreihe twenty.twenty, die von A1 und The Gap organisiert wird, wurde gestern hinter allen Elementen digitaler Kampagnen der Faktor Mensch entdeckt.

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Maptivism – Maps for activism

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Mit digitalen Karten kann man einiges bewirken. Mithilfe von Geo-Tools können mit einfachen Mitteln Zusammenhänge dargestellt werden, die bislang nicht sichtbar waren und Nutzer können selbst Informationen zu bestimmten Orten erfassen. Damit stehen ortsbezogene Informationen zur Verfügung, die von staatlichen Institutionen oder großen Unternehmen nicht angeboten werden. Ein Beispiel dafür ist Wheelmap.org, wo rollstuhlgerechte Orte erfasst und dargestellt werden. Derartige selbst organisierten Initiativen können durchaus dazu führen, dass etablierte Institutionen ihr Serviceangebot erweitern. Das war beispielsweise bei den Wiener Linien der Fall. „Ubahnaufzug.at“ wollte aufzeigen, „welche gesellschaftlichen Potentiale die Bereitstellung von nicht-personenbezogenen Informationen nach den opendata-Prinzipien birgt.“ Das ist gelungen. Mittlerweile müssen die Infos über nicht mehr von der „Crowd“ erfasst werden, Sie werden von Anbieter selbst zur Verfügung gestellt (siehe hier).

Es gibt eine ganze Reihe frei zugänglicher auf Open Source-Software basierende Map-Tools. Anleitungen zum Einsatz im Rahmen zivilgesellschaftlicher Projekte gibt es im Leitfaden „Maps for Advocacy“ des Tactical Technology Collective.

Emphasis durch Visualisierung

Vor allem NGOs arbeiten mit diesen Tool, um Zusammenhänge transparent zu und Aufmerksamkeit auf bestimmte Dinge zu lenken. Von der vereinfachten Darstellung von Statistiken, bis hin zur Entwicklungshilfe. Ein Beispiel für ein Karten-Kampagne im Sinne von Maptivism ist “Battling Hunger in the Horn of Africa“. Auf dieser Karte sind alle humanitären Krisengebiete im Horn von Afrika, also in Äthiopien, Somalia und Kenia farblich eingezeichnet und mit einer Legende versehen. Die Informationen stammen vom Famine Early Warning System Network (FEWS NET) und der Food Security and Nutrition Analasis Unit-Somalia (FSNAU). Oder auch Green Maps –Karten, in denen natürliche und kulturelle Nachhaltigkeitsressourcen wie etwa Wertstoffsammelstellen oder Weltkulturerbe lokalisiert werden.