Exploring the Future

17 06 2015

Bilder der Katastrophe

Es gibt heute so gut wie keine Katastrophe und kein anderes Ereignis von gesellschaftlicher oder politischer Bedeutung, von denen nicht sofort Bilder verfügbar sind. Ob Naturkatastrophen oder Enthauptungen, mit denen die selbsternannten Krieger des Islamischen Staates ihren Terror verbreiten: Von allem gibt es Fotos und Videos. Drohnen dringen in Katastrophengebiete vor, die Menschen nicht betreten können und liefern aufsehenerregende Bilder. All das wird im Internet publiziert und Medien müssen sich die Frage stellen, ob sie dieses Material auch verwenden und ihm – und damit auch sich selbst – noch mehr Reichweite verschaffen.

Redaktionen, die die ethischen Standards besonders hoch ansetzen, riskieren Wettbewerbsnachteile. Andere, die derart grausame Bilder publizieren, argumentieren, dass das Material ohnehin öffentlich verfügbar sei und die Realität nicht geleugnet werden könne. Die Verantwortung trifft nicht nur die Medien, sondern auch die Betreiber von Online-Plattformen und es gibt sogar Versuche, Internet Service Provider in die Pflicht zu nehmen.

Die 25. Ausgabe von twenty.twenty stellt die Frage, was es braucht, die Welt so darzustellen wie sie ist und wo die Grenzen dabei liegen.

18:30 - 19:00 Einlass & Empfang

19:00 - 19:15 Begrüßung & Vision: "Bilder der Katastrophe"

19:15 - 19:45 Keynote mit anschließender Fragerunde

19:45 - 21:00 Offene Diskussion

21:00 - 22:00 Get together und kulinarische Zukunftsschmankerl

Von „who cares?“ zu „HILFE“

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Vergangene Woche haben wir bei twenty.twenty über “Bilder der Katastrophe” diskutiert. Hilfsorganisationen wie CARE arbeiten auch mit Bildern wie Alexandra Zawadil, Digital Media and Communications Officer von CARE Österreich berichtet hat (siehe >>hier). Das müssen aber nicht unbedingt welche sein, auf denen Kinder mit traurigen Augen in die Kamera blicken. Wir haben im Gespräch am Buffet festgestellt, dass CARE in den großen Werbekampagnen schon seit einiger Zeit nicht mehr auf derartige Bilder setzt. Katharina Katzer, Media & Communications Officer CARE Österreich hat uns einen Text über “Humanitäre Werbekampagnen im Wandel der Zeit – am Beispiel von CARE” geschickt.

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Asymmetrische Kriegsführung mit Bildern (Ein Nachbericht)

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Bilder spielen seit jeher eine zentrale Rolle in der Berichterstattung über kriegerische Auseinandersetzungen. Die Asymmetrien, die die aktuell größten Konflikte auf der Welt prägen, sind auch in der Verwendung und Verbreitung der Bilder feststellbar, die es davon gibt. Terrororganisationen wie der so genannte Islamische Staat führen ihre grausamen Kriege nicht nur mit Waffen, sondern auch mit medientauglichen Inszenierungen. Für deren Verbreitung brauchen sie die klassischen Medien nicht mehr. Die Gesellschaft braucht die Medien aber sehr wohl für die Interpretation der Bilder. Das war das Resümee der 25. Diskussion der Reihe twenty.twenty, die von A1 und The Gap mit Unterstützung des Instituts für Journalismus & Medienmanagement der FHWien organisiert wird.

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Friedrich Orter: Manche Bilder wird man nicht mehr los

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Die Stimme und das Gesicht des Journalisten Friedrich Orter ist für viele Menschen in diesem Land eng mit den Krisen dieser Welt verbunden. Der mittlerweile pensionierte ORF-Journalist hat jahrzehntelang auf unvergleichliche Weise aus Kriegsgebieten – von Ex-Jugoslawien über Syrien, Afghanistan bis zum Irak – berichtet. Gestern hat er als Besucher der 25. Ausgabe von twenty.twenty über „Bilder der Katastrophe“ die Diskussion extrem bereichert. Wir haben davor mit ihm gesprochen. Fritz_Orter_web-by-Patrick-Muennich-2   Read More

Bilder des Grauens und ihre Wirkung

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Es gibt wohl kaum ein Bild, das sich so tief in das öffentliche Bewusstsein eingegraben hat, als jenes von dem nackten, verbrannten vietnamesischen Mädchen, das verzweifelt und mit schmerzverzerrtem Gesicht um ihr Leben läuft. Sie versucht, einem Napalmbombenangriff zu entkommen, der ihr Dorf Trang Bang getroffen hat. Irrtümlich! – Die Bomben waren von südvietnamesischen Truppen abgeworfen worden und haben zahlreiche Zivilisten verbrannt. Der Fotograf machte erst die Bilder, die dann innerhalb weniger Tage in allen Medien der Welt zu sehen waren, und half erst dann den Verletzten. Das Bild der verzweifelten Kim Phúc, so der Name des Mädchens, markiert eine Wende in der öffentlichen Meinung, die ab nun von den Kriegsgegnern dominiert wird.

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