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Ich 2.0 29.09.2010

Wann ist man „jemand“ im Web? Ist die digitale Identität eine andere als im realen Leben? Gibt es einen Unterschied zwischen Online- und Offline-Identität? Und in welcher Wechselwirkung stehen diese zueinander – heute und in Zukunft? Welchen Wert hat eine Identität im Web? Wie viel Sicherheit brauchen wir, wie viele Schutzmaßnahmen treffen wir?  Geert Lovnik, Keynote Speaker der ersten Veranstaltung, meint, dass unsere Identität in Zukunft noch mehr gespalten sein wird. Der niederländisch-australische Medienwissenschaftler und Netzaktivist selbst löschte 2010 seinen Facebook Account im Rahmen des „Quit Facebook Day“.

Beinahe keine aktuelle Entwicklung im Online-Bereich kommt ohne Datenschutz- Diskussion aus: Social Media, Geo-Tagging, Web Of Data, … und es ist mittlerweile schwer zu unterscheiden, hinter welchen Entwicklungen nur mögliche Unannehmlichkeiten wie verbreitete Party-Fotos stecken und wo handfeste Gefahren bestehen. Das Thema Datenschutz (im englischen: privacy) selbst ist breit und unübersichtlich geworden. Außerdem sind online sowohl Details über uns zu finden, die wir selbst – vielleicht leichtsinnig – preisgegeben haben, genauso wie Daten, die Dritte über uns sammeln, auf die wir nur wenig Einfluss haben.

Mögliche Fragenstellungen:
_ Welche Daten können online tatsächlich jederzeit über uns gefunden werden?
_ Welcher Schaden kann uns dadurch entstehen?
_ Inwieweit können wir beeinflussen, was über uns auffindbar ist oder liegt das jenseits unseres Einflusses?
_ Sind peinliche Fotos wirklich so schlimm oder wo begeben wir uns in Gefahr, Opfer handfester Cyber-Kriminalität zu werden?
_ Inwieweit kann man Teil einer Entwicklung sein – immer vorne mit dabei – und gleichzeitig sich nicht in Gefahr begeben?
_ Wenn Datenschutz wie wir ihn kennen ein Ablaufdatum hat – welche Auswirkungen hätte diese gesellschaftliche Entwicklung?