twenty.twenty geht in die dritte Runde!

Open data. Open rules?

Rahmenbedingungen für einen gläsernen Staat.

Am 23. Februar geht twenty.twenty in die nächste Runde. Dieses Mal geht es um Open Data und darum, welche Rahmenbedingungen es braucht, die Hoffnungen auf mehr Partizipation und Demokratie durch die Offenlegung von Daten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft auch tatsächlich zu erfüllen und welche neuen Geschäftsmodelle durch Open Data entstehen.

Für die Diskussion im Hub wird Daniel Dietrich nach Wien kommen. Er ist der offizielle Vertreter der Open Knowledge Foundation für Deutschland, Gründer und CEO des Open Data Network und bezeichnet sich selbst als “open data, open government and transparency evangelist”. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Berlin im Fachbereich Informatik und Gesellschaft.

Seit einiger Zeit hört und liest man nicht nur vom gläsernen Menschen, sondern auch vom gläsernen Staat – und von der Forderung, dass Institutionen, die durch Steuergelder finanziert werden, ihre Daten für diejenigen offenlegen sollen, mit deren Geldern sie arbeiten. Auf gut Österreichisch: “Wer zahlt, schafft an”. Doch um mit entscheiden (bzw. anschaffen) zu können braucht es Interpretationshilfen für die veröffentlichten Daten. Mit dem Rohmaterial können die wenigsten umgehen. Wenn Open Data aber entsprechend aufbereitet sind, eröffnen sie neue und direktere Möglichkeiten an Entscheidungen teilzunehmen.

Die Administration von US-Präsident Obama hat bereits ein sehr umfassendes Portal mit offen zugänglichen Daten. In Großbritannien gibt es schon über 100 Anwendungen, die mit Open Data arbeiten. Die EU Kommission hat sich im Dezember 2010 laut und vernehmlich zu mehr Transparenz bekannt und ein Open Data Portal angekündigt. Auch in Österreich tut sich einiges: Erstmals ist in einem Regierungsprogramm die Rede von Open Data (und das sogar in dem der Bundeshauptstadt). Im Vorfeld der Open Government Data Konferenz, die Mitte 2011 statt findet, formiert sich hierzulande eine Szene, in der politische Aktivisten mit Web-Entwicklern und Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung in intensivem Austausch stehen.

twenty.twenty will diese Diskussionen weiter forcieren und ruft daher zur Blogparade auf. Dabei interessiert uns vor allem die Frage:

“Bürger 2020: Wie ich 2020 mit  Politik und Verwaltung interagieren werde und welche Daten mir dafür zur Verfügung stehen”.

Wer sich mit einem Beitrag an der twenty.twenty Diskussion beteiligt, hat die besten Chancen, das Thema am 23. Februar 2011 im Wiener Hub weiter zu vertiefen. Beginn der Veranstaltung ist 19.00 Uhr.

Daniel Dietrich, einer der profiliertesten Vertreter der deutschen Open Data Szene wird in seiner Keynote-Speech vor allem darauf eingehen, wie Entwickler in Zukunft mit Open Data arbeiten können, welche Lizenzmodelle möglich sind und welche Geschäftsmodelle daraus entstehen können.

Twitter: @ddie

Website: http://ddie.me

Für das Podium haben schon zugesagt:

Hubert Sickinger: Politikwissenschaftler und Experte für Parteienfinanzierung und Korruption (Twitter: @HubertSickinger, Web: http://www.hubertsickinger.com/)

More to follow…

Wir freuen uns auf Eure Beiträge zur Blogparade!

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2 Kommentare zu twenty.twenty geht in die dritte Runde!

  1. Martin Kaltenböck sagt:

    Hallo, schön, dass Ihrdas Thema auch aufgreift!! Feiner Event – ich freue mich schon darauf! Die URL zur Open Government Data Konferenz Österreich mit allen Informationen ist übrigens: http://www.ogd2011.at – Gruss! Martin

    • Sagar sagt:

      Die werte Leserschaft in form von meiereiner meint, dass es auch bei der Me4nneransprache bei ectehn vorwiegend-Me4nnerprodukten recht klischeehaft zugeht (halbnackter Bauarbeiter, gibts die in echt fcberhaupt , tss) :-)Was Geschlechterollen betrifft: In den 50ern steckengebleiben sind nicht nur die CEOs der Agenturen meist Me4nner- (Werbekunden selbstredend), sondern ohne Frage auch die Menschen draudfen. Die Heinekkenwerbung kam ja beim Werbeblogger-Publikum, Frau wie Mann sehr gut an! Oder anders ausgedrfcckt, Erkenntnis fcbers Lachen: Lachen tut man fcber etwas, das ein bissi weh tut. Daher kommt wohl Werbung noch ne gute Zeit ohne schmerzbefreite Rollenklsichees nicht aus .. ^^ soll ja meist lustig ein, haha.Noch Fragen?:-)